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Auktion am 1. Januar 2020, 15 Uhr


bild1 Los-Nr.: 81
Mondnacht, Mischt.
Käthe Löwenthal
1878 - 1942
Signatur: monogrammiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 32 x 49
Rufpreis in Euro: 1200
Schätzpreis: 1300 - 1500
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Käthe Löwenthal, 1878 - 1942 NS-Lager Izbica, Käthe Loewenthal lebt 1889 bis 1891 in Bern, wo sie Bekanntschaft Bekanntschaft mit Ferdinand Hodler macht. 1895 kehrt sie in die Schweiz zurück, um bei Hodler zu studieren. Während einer Parisreise lernt Loewenthal Leo von König kennen und folgt ihm nach Berlin an die Kunstakademie. Während ihres Studiums entstehen vorrangig Akte, Tierstudien und Porträts. In dieser Zeit wird auch die enge Freundschaft mit der Malerin Erna Raabe begründet. 1905 bezieht die Künstlerin ein Atelier in München, wo sie an Aufträgen für Porträts und Stillleben arbeitet. Bei regelmäßigen Reisen ins Berner Oberland entstehen zahlreiche Landschaftsstudien. Loewenthal stellt nun in der Berliner Sezession, dem Hamburgischen Kunstverein und im Münchner Glaspalast aus. 1912-33 besucht sie alljährlich ihre Schwester Susanne Ritscher, ebenfalls Malerin, auf der Insel Hiddensee und arbeitet dort an Seestücken und Landschaftsbildern. 1914 übersiedelt Loewenthal nach Stuttgart und studiert bei Adolf Hölzel, dessen Hinwendung zur abstrakten Malerei folgt sie jedoch nicht. Die nächsten zwei Jahrzehnte bestreitet sie als freie Malerin in Stuttgart. 1935 wird sie von den Nationalsozialisten mit dem Malverbot belegt. Im selben Jahr unternimmt sie ihre letzte Reise ins Berner Oberland. 1942 erfolgt die Deportation in das nationalsozialistische Vernichtungslager Izbica (Polen), wo sie kurz darauf umkommt. Ein Jahr später werden bei einem Bombenangriff ihre in einem Stuttgarter Magazin eingelagerten Bilder zerstört. (Lit.: A. Rapp, Hiddensoer Künstlerinnenbund, 2012)


bild2 Los-Nr.: 82
Sommertag in Ahrenshoop, Öl
Arnold Lyongrün
1871 - 1935
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 59 x 79
Rufpreis in Euro: 800
Schätzpreis: 900 - 1000
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Arnold Lyongrün, 1871 Domnau - 1935 Hamburg, Academie Julian in Paris, Aufenthalte in Barbizon und später in Ahrenshoop.


bild3 Los-Nr.: 83
Frauenportrait, 1979, Mischt.
Lotte Laserstein
1898 - 1993
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 40 x 30
Rufpreis in Euro: 600
Schätzpreis: 1200 - 1500
Lotte Laserstein, 1898 Preußisch Holland - 1993 Kalmar, Malerin. bedeutende Vertreterin der gegenständlichen Malerei in der Weimarer Republik. Sie emigrierte 1937 nach Schweden, wo sie bis zu ihrem Tod als Landschaftsmalerin und Poträtistin tätig war. Wikipedia
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bild4 Los-Nr.: 84
im Dorf, Mischt.
Carl Malchin
1838 Kröpelin - 1923 Schwerin
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 30 x 40
Rufpreis in Euro: 400
Schätzpreis: 700 - 900
Carl Malchin, 1838 Kröpelin - 1923 Schwerin, Restaurator und Landschaftsmaler, der hauptsächlich ländliche mecklenburgische Motive und Stadtansichten malte. Sohn eines Senators, besuchte die Realschule in Rostock, bevor er eine Lehre zum Geodäten in Schwaan absolvierte. Nach der Lehrzeit arbeitete er drei Jahre als Gehilfe. Bereits in dieser Zeit lernte er in Schwaan die zur dortigen Künstlerkolonie gehörenden Maler Otto Dörr und Eduard Ehrke kennen, die vermutlich Malchins Lust auf das Malen weckten.
1860 bis 1862 besuchte er das Polytechnikum in München, um Vorlesungen in Geodäsie und Ingenieurwissenschaften zu hören. Malchin besuchte lieber die Künstlerateliers und lernte den Landschaftsmaler Adolf Heinrich Lier kennen. Dieser vermittelte den Studenten an Julius Noerr, einen bekannten Landschaftsmaler seiner Zeit, bei dem er Unterricht nahm. Die Malerei nahm ihn immer mehr ein, doch er beendete seine Ausbildung als Vermesser und legte das Ingenieursexamen ab.
Bereits seine 1871 bis 1872 entstandenen Gemälde, zumeist mit ländlichen Motiven, zeigen eine gute Beobachtungsgabe, eine saubere Strichführung und treffende Auswahl des Bildausschnitts, wie das Bild "Dorfstraße in Dierkow". In hervorragender Qualität hielt Malchin im Bild "Bauerndiele" das ländliche Milieu fest.
Die Bilder von Malchin erregten in mecklenburger Kunstkreisen Aufmerksamkeit, so dass der Hofmaler Theodor Schloepke beim Großherzog Friedrich Franz II. vorstellig wurde, um eine Förderung des jungen Malers zu erreichen. Der Großherzog bewilligte ein Stipendium, eine monatliche Beihilfe und die Beurlaubung vom Dienst für das Studium an der 1860 vom Naturalisten Stanislaus von Kalckreuth gegründeten Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar, welches Malchin im Herbst 1873 begann. Großen Einfluss auf Malchin hatte mit seinem Realismus sein Lehrer und damaliger Direktor der Schule Theodor Hagen. Auch Albert Brendel gehörte zu seinen Lehrern. Beide Maler prägten dessen Stil.
Er nahm nach seinem Studium 1879 die angebotene Stelle als Restaurator der herzoglichen Gemäldesammlung an. Der Vertrag dazu war großzügig und ließ ihm Raum für eigene Malerei und Urlaub. Malchin nahm dafür seine Aufgabe bei der Restaurierung, Sichtung und Ordnung der Gemälde sehr ernst.
1881 malte Malchin in Boltenhagen, 1882 reiste er nach Wustrow und Ahrenshoop. 1890 verlieh ihm Großherzog Friedrich Franz III. den Professorentitel.
Erst nach dem Tod des Künstlers 1923 gab es eine Ausstellung, die so zur "Gedächtnisausstellung" wurde.
Werke: 262 Gemälde und 391 Handzeichnungen und vier Skizzenbücher im Staatlichen Museum Schwerin; einige Gemälde im Kulturhistorischen Museum in Rostock; einige Gemälde in Privatbesitz; 92 Gemälde wurden im Zweiten Weltkrieg vernichtet.
Ehrungen: 1887 Ehrendiplom der ersten internationalen Ausstellung in Dresden; 1892 Verdienstmedaille in Gold für Kunst und Wissenschaften in Schwerin; 1915 Ritterkreuz des Greifenordens; 1923 Gedächtnisausstellung im Landesmuseum Schwerin;
Lit.:Lisa Jürß: Carl Malchin - Ein mecklenburgischer Maler, Worpsweder Taschenbücher, 1991. ISBN 3-88-132-246-9; Lisa Jürß, Carl Wilhelm Christian Malchin, Landschaftsmaler, Zeichner, Radierer, in: Biographisches Lexikon für Mecklenburg, Bd. 6, S. 198-203. ISBN 978-37950-3750-5
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bild5 Los-Nr.: 85
Anleger, Öl
Otto Manigk
1902 - 1972
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 32 x 38
Rufpreis in Euro: 2500
Schätzpreis: 2800 - 3200
Manigk, Otto, 1902 Breslau - 1972; 1923 besuchte er die Kunstgewerbeschule Breslau. Er begann Innenarchitektur zu studieren, wechselte dann zur Bildhauerei. An der Kunstgewerbeschule lernte er Herbert Wegehaupt kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. 1924 ging er an die Vereinigte Staatsschule Berlin-Charlottenburg. Dort wechselte er von der Bildhauerklasse Wilhelm Gerstels in die Mal- und Zeichenklasse von Ferdinand Spiegel. 1926 unternahm er eine Reise nach Italien, mit einem Studienaufenthalt auf Ischia. 1927 schloss er sein Studium an der Kunstschule ab. Bereits seit 1926 besuchte er die Malschule von Johannes Walter-Kurau in Berlin-Charlottenburg. 1929 ging er nach Paris, wo er an der Académie Ranson bei Roger Bissière studierte. Ab 1930 war er als freischaffender Künstler in Berlin tätig. In Ückeritz auf Usedom, das zu seinem Sommerwohnsitz wurde, leitete er sommerliche Malkurse mit den früheren Schülern von Walter-Kurau. 1947 ließ er sich freischaffend in Ückeritz nieder. 1971 wurde er künstlerischer Leiter des Zirkels für bildnerisches Volksschaffen in Pasewalk. Lit.: Manigk, Otto. In: Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Ein Personenlexikon. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-282-9, S. 275-276.
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bild6 Los-Nr.: 86
Bachlauf, Öl
Korl Meyer
1902 - 1945
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 13 x 19
Rufpreis in Euro: 200
Schätzpreis: 300 - 360
Korl Meyer, 1902 Ribnitz-Damgarten - 1945, Akademien München und Dresden.Tänzer auf den Dresdner Bühnen. Bevorzugte Motive waren Landschaften in der Umgebung seiner Heimatstadt Ribnitz. KLA
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bild5 Los-Nr.: 87
Kate a. Darß, Öl
Walter Moras
1856 - 1925
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 24 x 39
Rufpreis in Euro: 900
Schätzpreis: 1000 - 1200
Walter Moras, 1856 Berlin - 1925 Harzburg, Maler. Seine Entwicklung wurde wesentlich geprägt von dem Marine- und Landschaftsmaler Hermann Eschke, in dessen Atelier er seine Ausbildung erhielt. 1876 stellte er zum ersten Mal auf der Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin aus. Bis 1910 war er mit wenigen Ausnahmen kontinuierlich auf den Großen Berliner Kunstausstellungen vertreten. Mehrfach beteiligte er sich auch an den Ausstellungen des Bremer Kunstvereins, des Oldenburger Kunstvereins, des Königsberger Kunstvereins und war 1890 auf der JA in München präsent. Auf Empfehlung seines Lehrers Hermann Eschke malte Walter Moras in jungen Jahren vor allem auf der Insel Rügen und in Mecklenburg. Er bereiste Norwegen, Italien, Holland. Viele seiner Bilder entstanden im märkischen Umland von Berlin und später im Spreewald. Er gehörte zu den naturnahen Landschaftsmalern, deren Schaffen mit der Blütezeit der Freilichtmalerei zusammenfiel. In Berlin malte er kaum, obgleich er zeitlebens Berliner blieb und von der Kunstwissenschaft als "Berliner Maler" geführt wird. Seine Malweise ist realistisch, geprägt von einem Hauch Melancholie, meist schlicht und kultiviert. Gelegentlich finden sich in seinen stimmungsvollen poetischen Bildern impressionistische Einflüsse. In späteren Jahren schuf er großformatige Herbstbilder, die durch ihre warmen Farbtöne bestechen. Gleiches gilt auch für seine Winterlandschaften, die sehr sorgfältig komponiert sind und im Schnee besonders subtile Tönungen aufweisen. Die Gemälde von Walter Moras sind bis heute beliebt und werden immer wieder auf Kunstauktionen gehandelt. Walter Moras war nicht Mitglied im Verein Berliner Künstler. Er schloss sich auch keiner Norddeutschen Künstlerkolonie an, obgleich er zeitgleich in deren Gefilden malte. Werke: Meeresbrandung mit Wrack um 1875; An der jütischen Küste um 1876; Mondaufgang um 1879; Wildbach mit Holzschneidemühlen; Ostseestrand um 1887; Dorf Göhren auf Rügen um 1890; Blick auf einen Hochofen in Ruhrort um 1891; Heidelandschaft (Nationalgalerie Berlin); Bauernhof mit Garten (Kulturhistorisches Museum Magdeburg); Mondschein.Motiv aus Anklam (Museum im Steintor Anklam)
Lit.: Irmgard Wirth: Berliner Malerei im 19. Jahrhundert. Siedler Verlag Berlin 1990, S. 391 / 398; Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Pantheon-Verlag, Leipzig 1941, S. 73,; Alfried Nehring: Walter Moras - Spuren eines Malerlebens - aus der Blütezeit der Freilichtmalerei. Klatschmohn Verlag, Bentwisch 2010, ISBN 978-3-941064-13-3
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bild5 Los-Nr.: 88
im Darßwald, Öl
Paul Müller-Kaempff
1861 - 1941
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 74 x 49
Rufpreis in Euro: 800
Schätzpreis: 1200 - 1400
Müller-Kaempff, Paul, 1861 Oldenburg - 1941 Berlin, Maler, Zeichner und Lithograf. Seine Ausbildung erhielt Paul Müller-Kaempff zunächst als Schüler der Akademie Düsseldorf, 1883-86 der Akademie Karlsruhe bei Gustav Schönleber (1851-1917) und 1886-88 der Berliner Akademie im Meisteratelier bei Hans Fredrik Gude (1825-1903). Das Gesamtwerk des aus Oldenburg stammenden Malers und Grafikers Paul Müller-Kaempff wäre heute sicher nicht mehr so von Bedeutung, wenn er nicht 1889 während einer Wanderung mit seinem Studienfreund, dem Tiermaler Professor Oskar Frenzel (1855-1915), das weltabgeschiedene Fischerdorf Ahrenshoop an der Ostsee für die Kunst entdeckt hätte. 1892 baute er sich dort sein Wohnhaus und 1894 eröffnete er die Malschule St. Lucas. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus Berlin - Anna Gerresheim (1852-1921), Elisabeth von Eicken (1862-1940), Friedrich Wachenhusen (1859-1925), Fritz Grebe (1850-1925), Hugo Richter-Lefensdorf (1854-1904) - begründete Paul Müller-Kaempff die Künstlerkolonie Ahrenshoop. Lit. Künstlerlexikon Ahrenshoop. Lit.: A. Käppler, Paul Müller-Kaempff, 2019 erschien der II. Band des Werksverzeichnis, herausgegeben von K. Mahlfeld
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

bild5 Los-Nr.: 89
in den Dünen, Öl
Paul Müller-Kaempff
1861 - 1941
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 31 x 53
Rufpreis in Euro: 600
Schätzpreis: 900 - 1200
Paul Müller-Kaempff - siehe Lose 88 bzw. 90

Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

bild5 Los-Nr.: 90
in Ahrenshoop, Farbzeichn.
Paul Müller-Kaempff
1861 - 1941
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 24 x 32
Rufpreis in Euro: 400
Schätzpreis: 500 - 600
Müller-Kaempff, Paul, 1861 Oldenburg - 1941 Berlin, Maler, Zeichner und Lithograf. Seine Ausbildung erhielt Paul Müller-Kaempff zunächst als Schüler der Akademie Düsseldorf, 1883-86 der Akademie Karlsruhe bei Gustav Schönleber (1851-1917) und 1886-88 der Berliner Akademie im Meisteratelier bei Hans Fredrik Gude (1825-1903). Das Gesamtwerk des aus Oldenburg stammenden Malers und Grafikers Paul Müller-Kaempff wäre heute sicher nicht mehr so von Bedeutung, wenn er nicht 1889 während einer Wanderung mit seinem Studienfreund, dem Tiermaler Professor Oskar Frenzel (1855-1915), das weltabgeschiedene Fischerdorf Ahrenshoop an der Ostsee für die Kunst entdeckt hätte. 1892 baute er sich dort sein Wohnhaus und 1894 eröffnete er die Malschule St. Lucas. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus Berlin - Anna Gerresheim (1852-1921), Elisabeth von Eicken (1862-1940), Friedrich Wachenhusen (1859-1925), Fritz Grebe (1850-1925), Hugo Richter-Lefensdorf (1854-1904) - begründete Paul Müller-Kaempff die Künstlerkolonie Ahrenshoop. Lit. Künstlerlexikon Ahrenshoop. Lit.: A. Käppler, Paul Müller-Kaempff, der II. Band des Werksverzeichnis, herausgegeben von K. Mahlfeld, erschien 2019
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