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Auktion am 1. Januar 2020, 15 Uhr


bild1 Los-Nr.: 41
Blumenstrauss, Mischt.
Anna Gerresheim
1852 - 1921
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 40 x 32
Rufpreis in Euro: 300
Schätzpreis: 400 -500
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Gerresheim, Anna, 1852 Ribnitz - 1921 Ahrenshoop, Landschafts- und Bildnismalerin, Gafikerin. Der Wunsch, Malerin zu werden, bestand schon früh. Da Frauen in der Kunst das Studium an Akademien zu dieser Zeit noch nicht gestattet war, ermöglichten ihr die Eltern ab 1874 den Besuch der Malschule von August tom Dieck (1831-1893) in Dresden. Nach dem Tod des Vaters wechselte Gerresheim 1876 für vier Jahre nach Berlin an die Königliche Akademie der Künste in die Damenklasse bei Karl Gussow (1843-1907). 1880 besuchte Anna Gerresheim die Künstlerkolonie im dänischen Hornbæk. 1882 verbrachte sie drei Monate in London und Wales. Im Jahre 1883 schloss sich für weitere drei Monate ein Studienaufenthalt bei Emile Auguste Carolus-Duran (1837-1917) und Jean-Jacques Henner (1829-1905) in Paris an. 1884 wurde Gerresheim Mitglied im Berliner Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen. Auf das Jahr 1885 datiert ihr erster Aufenthalt in Ahrenshoop, wo sie 1892 gemeinsam mit ihrer Schwester Bertha (1846-1916) in der Dorfstraße 20 ein Haus baute. Zu ihnen gesellte sich 1906 ihre Schwester Auguste (1838-1908), die, wie auch Bertha, ebenfalls Malerin war. aus Wikipedia Lit.: KLA


bild2 Los-Nr.: 42
am Wasser, Öl
Robert Geßner
1889 - 1973
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 69 x 99
Rufpreis in Euro: 1200
Schätzpreis: 1300 - 1500
Robert Geßner, 1889 Venedig - 1973 Born, Landschaftsmaler, Studium in Wien und Berlin, er unternahm viele Reisen rund um das Mittelmeer, weilte seit den 30er jahren wiederholt auf dem Darß. nachdem er 1943 in Berlin ausgebobt wurde, zog er auf den Darß, wo er in Born eine Kate bezog. Dort arbeitete er u.a. als Zeichenlehrer, förderte junge Talente und belebte mit Ausstellungen das kulturelle Leben. Lit.: KLA
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bild3 Los-Nr.: 43
Seglerhafen, Öl
Robert Geßner
1889 - 1973
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 33 x 48
Rufpreis in Euro: 400
Schätzpreis: 450 - 500
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Robert Geßner, siehe Los 42


bild4 Los-Nr.: 44
am See, Aquarell
Bruno Gimpel
1886 - 1943
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 31 x 46
Rufpreis in Euro: 250
Schätzpreis: 300 - 400
Bruno Gimpel, 1886 Rostock - 1943 Niederpoyritz, Grafiker und Maler, KGS Düsseldorf, Akademie Dresden. Schwerpunkt war die Gebrauchsgrafik. im Sommer war er häufig auf dem Fischland.Aufgrund seiner jüdischen Herkunft erhielt er Berufsverbot und beging Suizid. Lit.: KLA
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bild5 Los-Nr.: 45
im Hof, Öl
Fritz Grebe
1881 - 1968
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 28 x 34
Rufpreis in Euro: 300
Schätzpreis: 350 - 400

Fritz Grebe, 1850 Heisebeck - 1924 Düsseldorf, Maler. Er studierte an der Kunstakademie in Kassel. Anschließend wirkte Grebe als freischaffender Künstler in Kassel, Düsseldorf, Willingshausen und in Berlin und als solcher bevorzugte er das Genre der Tier- und Landschaftsmalerei. Seit 1880 war Grebe in allen großen Ausstellungen regelmäßig mit seinen Landschaften vertreten. 1892 war sein erster Besuch in Ahrenshoop an der Ostsee, und er war Mitbegründer der im Entstehen begriffenen Malerkolonie. Er baute sich 1895 am Grenzweg 8 seine "Villa Grebe", die er 1923 wieder verkaufte.
Ab 1916 folgten wechselnde Aufenthalte in Ahrenshoop und Düsseldorf. Es folgten mehrere Reisen nach Norwegen. Grebe wurde durch seine Landschaftsbilder bekannt, besonders die Fjordmotive in Norwegen und die Landschaften aus Hessen, Harz, Westfalen und Rügen. Seine Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen Sammlungen, unter anderem auch im Kulturhistorischen Museum Rostock. Lit.:(siehe:Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Band 1, Seite 420/21, 1997) + KLA.

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bild6 Los-Nr.: 46
Blumenstrauss, Mischt.
Ivo Hauptmann (Hiddensee)
1881 - 1968
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 41 x 33
Rufpreis in Euro: 400
Schätzpreis: 500 - 600
Ivo Hauptmann, 1886 Erkner - 1973 Hamburg, ältester Sohn von Gerhart Hauptmann, Maler; Mitbegründer der Künstlergruppen Freie Secession (Berlin 1914 und Hamburgische Sezession (1919). 1903 erste Reise nach Paris und Schüler der Académie Julian. 1903 und 1904 lernte er in Berlin bei Lovis Corinth und zwischen 1904 und 1909 folgte ein Studium an der Kunstakademie Weimar bei Hans Olde, wo er Edvard Munch und Henry van de Velde kennenlernte. Er war Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann.
1909 bis 1912 folgte ein zweiter Aufenthalt in Paris und Studien an der Académie Ranson, Freundschaft mit Rainer Maria Rilke, Auguste Rodin und Paul Signac.
Im Jahre 1925 zog Hauptmann von Dresden nach Hamburg, wo er die Sezession mitbegründete. Als die Nazis 1933 den Ausschluss der jüdischen Mitglieder der Sezession forderten, setzte er stattdessen die Selbstauflösung des Vereins durch.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er die Hamburgische Sezession erneut. 1950 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Freien Akademie der Künste Hamburg. 1955 bis 1965 war er Vize-Präsident der Freien Akademie der Künste und Dozent an der Landeskunstschule am Lerchenfeld. Außerdem war er (von 1955 bis 1965) Dozent an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 1965 wurde er Ehrenpräsident.
Seine zweite Frau Erna Hauptmann sorgte nach seinem Tod durch Ausstellungen für die weitere Anerkennung seiner Kunst und bewirkte die Aufnahme eines Hauptwerkes (Bildnis seiner Mutter Marie Hauptmann) in den Pariser Louvre, wo es noch heute ausgestellt ist.
Ehrungen: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse; Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg (1962); Ehrenpräsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg (1965); Ehrenprofessor der Stadt Hamburg (1973)
Lit.: In höchster Berliner Eile: Gerhart Hauptmann - Ivo Hauptmann: Briefwechsel, Hg. v. Harriet Hauptmann und Stefan Rohlfs, Berlin 2012, ISBN 978-3-942476-32-4; Rainer Herold (Hg.): Ivo Hauptmann - Der Poet der Farbe, Fischerhude 2007; Elisabeth Südkamp: Ivo Hauptmanns frühe und neo-impressionistische Werke 1903-1928, Phil. Diss. Universität Kiel 1994, 2 Bde.; Ivo Hauptmann: Bilder und Erinnerungen. Seehafen-Verlag Blumenfeld, Hamburg 1976.; Rolf Italiaander (Hg.): Ivo Hauptmann, Hamburg
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bild5 Los-Nr.: 47
Küste, Öl
Ivo Hauptmann
1881 - 1968
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 32 x 25
Rufpreis in Euro: 2200
Schätzpreis: 2500 - 3000
Ivo Hauptmann, siehe Los 46
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bild5 Los-Nr.: 48
Frühling, Gouache
Alfred Heinsohn (Schwaan)
1930 - 2001
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 6 x 9
Rufpreis in Euro: 250
Schätzpreis: 300 - 400

Alfred Heinsohn, 1875 Hamburg - 1927 ebenda, Maler. Er ließ sich in Hamburg zum Dekorationsmaler ausbilden und studierte anschließend an den Kunstgewerbeschulen Karlsruhe und Düsseldorf. Später folgte ein Studium in Weimar bei Theodor Hagen und Christian Rohlfs. In Weimar lernte er Franz Bunke, Rudolf Bartels und Peter Paul Draewing kennen. Franz Bunke stammte aus Schwaan in Mecklenburg, wo er um 1880 eine Künstlerkolonie gründete. Heinsohn baute dort 1902 am Stadtrand ein Haus, das er bis 1910 bewohnte. Danach reiste er durch die Schweiz und Frankreich. Anfang 1914 berichtete er in einem Brief von einem neuen Atelier, was er in Dändorf auf dem _Fischland angemietet habe. Er wurde in den Militärdienst eingezogen und kehrte nach dem Krieg nach Hamburg zurück, wo er sich 1927 verarmt das Leben nahm. Heinsohn entwickelte einen individuell expressiven, zunehmend abstrakten Stil. Typisch ist unbehandeltes, grobes Sackleinen als Malgrund, dessen Tönung in die Komposition integriert wird. Neben Gemälden und Aquarellen entstanden auch farbige Zeichnungen, häufig in kleineren Formaten. Heinsohn beschäftige sich außerdem mit theoretischen Problemen der Farbe und mit Architekturentwürfen. Lit.: Schwaan, zahlreiche werke befinden sich im Kunstmuseum Schwaan (aus wikipedia)

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bild5 Los-Nr.: 49
Portraitskizze, Rötel
Julie Wolfthorn (Hiddensee)
1864 Thorn - 1944
Signatur: signiert
Erhaltung: leicht gewellt
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 51 x 40
Rufpreis in Euro: 1300
Schätzpreis: 1500 - 1700
Wolfthorn, Julie (auch Wolf-Thorn, geborene Wolf oder Wolff; * 8. Januar 1864 in Thorn, Westpreußen; † 29. Dezember 1944 im Ghetto Theresienstadt) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Sie wurde unter dem Namen Julie Wolf(f) als Kind einer bürgerlichen jüdischen Familie in Thorn geboren. Ab 1890 studierte sie Malerei und Grafik in Berlin, nach einem Aufenthalt in Paris kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie jahrzehntelang in der Kurfürstenstraße 50 lebte (das Haus existiert nicht mehr). 1898 wurde sie - als eine von nur vier Frauen - Gründungsmitglied der Berliner Secession. Seit 1898 war sie im "Verein der Künstlerinnen und Kunstfreunde Berlin". 1904 heiratete sie den Kunsthistoriker und -kritiker Rudolf Klein. 1905 unterzeichneten Julie Wolfthorn und über 200 Künstlerinnen eine Petition mit der Forderung zur Zulassung an der Preußischen Akademie der Künste, die von dem Akademiedirektor Anton von Werner abgelehnt wurde. 1906 gründete sie mit Käthe Kollwitz die Ausstellungsgemeinschaft "Verbindung Bildender Künstlerinnen", 1912 wurde sie mit Käthe Kollwitz in den Vorstand und die Jury der Secession gewählt, 1933 wurde sie mit Fanny Remak aus dem Vorstand ausgeschlossen, die nach England emigrierte. Julie Wolfthorn blieb in Berlin und arbeitete mit dem Kulturbund Deutscher Juden zusammen. 1941 wurde der Kulturbund verboten, die Mitarbeiter verhaftet und das Vereinsvermögen beschlagnahmt.
Am 28. Oktober 1942 wurde Julie Wolfthorn im Alter von 78 Jahren zusammen mit ihrer Schwester Luise Wolf mit dem "68. Alterstransport" in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort zeichnete sie, so weit ihr das unter den Umständen möglich war. Sie überlebte hier zwei Jahre und verstarb wenige Tage vor ihrem 81. Geburtstag.
Julie Wolfthorn wurde vor allem durch ihre Portraitmalerei bekannt. Sie portraitierte Ida Dehmel, Richard Dehmel, Hedda Eulenberg, Gerhart Hauptmann (im Doppelporträt mit seiner Frau Margarete), Gabriele Reuter, die Familienmitglieder des schreibenden und übersetzenden Paares Hedwig Lachmann und Gustav Landauer, die Familie des Architekten Hermann Muthesius, die Ärzte Salomon Neumann und Carl Ludwig Schleich, die Opernsängerin Irmgard Scheffner, viele Schauspielerinnen wie Tilla Durieux oder Carola Neher - und andere berühmte Zeitgenossen, vorwiegend aus der Berliner Gesellschaft, darunter besonders viele engagierte Frauen. Lit.: Heike Carstensen, Leben und Werk der Malerin und Graphikerin Julie Wolfhtorn (1864 - 1944). Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens, Tectum Verlag, Marburg 2011, ISBN 978-3-8288-2728-8.; Hedwig Brenner: Jüdische Frauen in der bildenden Kunst II. Konstanz 2004; Beate Spitzmüller: Julie Wolfthorn. In: Britta Jürgs (Hg.): Denn da ist nichts mehr, wie es die Natur gewollt. Portraits von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen um 1900. AvivA Verlag, Berlin, 2001, ISBN 3-932338-13-8; S.248-259; Käthe, Paula und der ganze Rest. Ein Nachschlagewerk (Künstlerinnenlexikon), hrsg. v. Verein der Berliner Künstlerinnen e.V., Berlin: Kupfergraben, 1992, S. 185 (Lit.). ISBN 3-89181-411-9
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bild5 Los-Nr.: 50
Pavillon, Aquarell
Dora Hitz
1856 - 1924
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 38 x 47
Rufpreis in Euro: 500
Schätzpreis: 600 - 700
Dora Hitz, 1856 Altdorf - 1924 Berlin, Malerin, Mitbegründerin der Berliner Secession, Hofmalerin am rumänischen Königshof. Über Dora Hitz schrieb bereits 1905 in seinem Buch über "die bildenden Künstlerinnen der Neuzeit": "eine besondere Stellung beansprucht Dora Hitz in der modernen Malerei." 2019 erschien eine Monographie über Dora Hitz von Natalie Gutgesell.. weitere Infos bei Wikipedia
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